Krebsvorsorgeuntersuchungen

Krebs-Vorsorge

Bösartige Erkrankungen haben in den letzten Jahren eher etwas zugenommen. Für eine erfolgreiche Behandlung ist die möglichst frühzeitige Diagnose entscheidend. Da die meisten Tumor-Erkrankungen anfangs keine Schmerzen verursachen, kommt der regelmäßigen Vorsorge-Untersuchung große Bedeutung zu. Bei Frauen übernimmt in der Regel der Gynäkologe diese Aufgabe, bei Männern ist eher der Hausarzt gefragt.

Ab dem 45.Lebensjahr wird die Krebs-Vorsorge-Untersuchung bei Männern einmal im Kalenderjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dazu gehört unter Anderem eine Abtastung der Prostata durch den After und ab dem 50.Geburtstag zusätzlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhlgang (Hämokkult). Während dieses Testes sollte nichts Blutiges gegessen werden (rosiges Steak oder Mett-Brötchen) und man sollte auch keine Vitamin C Tabletten einnehmen, da der Test sonst verfälscht werden kann. Die Bestimmung des PSA (Prostata spezifisches Antigen) ist kein regulärer Bestandteil der Krebsvorsorge und macht wegen der mangelnden Zuverlässigkeit auch meist keinen Sinn. Im Einzelfall kann sie aber als zusätzliche Information hilfreich sein, muss dann aber oft aus eigener Tasche bezahlt werden.

Ab dem 55.Lebensjahr sollte einmalig eine komplette Darmspiegelung (Koloskopie) zur Darmkrebs-Früherkennung durchgeführt werden, welche frühestens nach weiteren 10 Jahren wiederholt werden darf.